Auf den Spuren der Vergangenheit

Gründung der Schloßbrauerei Hohenaschau

1549

Pankratz von Freyberg gründete im Jahr 1549 die Schloßbrauerei Hohenaschau. Damals schon Vorschrift: Das bayerische Reinheitsgebot, das bekanntlich besagt, dass man als Zutaten nur Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser verwenden darf, um ein Bier hierzulande zu brauen. Das beliebte Aschauer Bier profitierte damals von dem exzellent guten „Hofalmwasser“. 1569 hatte die Brauerei bereits 600 Eimer Bier gesotten (1 Eimer waren 65 Liter). Die Brauerei kam dann im Jahr 1608 zusammen mit dem Gut Hohenaschau in den Besitz des Grafen Preysing. Da Johann Christoph von Preysing die Verbesserung des Brauwesens am Herz lag, plante er 1613 bereits die Erbauung eines neuen Brauhauses. Mit dem Tod des Grafen Preysing kam die Schlossbrauerei und das Herrschaftsgut in den Handel, wo Theodor Freiherr von Cramer-Klett ins Spiel kam.

Kauf und Übernahme durch die Löwenbräu AG München

1989

1875 erwarb Cramer-Klett das gesamte Herrschaftsgebiet mit der Brauerei und führte diese bis ins Jahr 1989 mit vier Generationen. Das zentrale Element auf den Etiketten war eine Gams, weshalb auch oftmals vom „Gamsbier“ gesprochen wurde. Die Übernahme durch die Löwenbrau AG aus München Im Jahr 1989, die Baron Rasso von Cramer-Klett mit den notwendigen Erneuerungen und Modernisierungen begründete, überraschte und enttäuschte viele Aschauer und Angestellte des Traditionsunternehmens.

Der letzte Eingebraute Sud

1991

Der Film „Löwe frisst Gams“, der 1991 / 92 im Auftrag des Heimat- und Geschichtvereins Aschau unter Regie von Georg Antretter gedreht wurde, berichtet eindrucksvoll von dieser Übernahme der Brauerei, sowie der anschließenden Schließung, einhergehend mit dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt.